Dienstag, 12. Juli 2005
LONDON UNDER ATTACK
community, 06:07h
Setzen Sie ein Zeichen das Sie gegen den Terror sind und machen Sie mit bei der Aktion
we are not afraid
http://www.werenotafraid.com
Show the world that we´re not afraid of what happened in London, and that the world is a better place without fear.
Schicken Sie Ihre Bilder bitte an
pics@werenotafraid.com
und an
community@chello.at

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Samstag, 13. November 2004
Zusatzinfo zu Newsletter aus Purkersdorf (11/04)
community, 00:51h
12.11.2004 oder der Tag in Schwarz und Rot:
Eigentlich meinerseits als normal und zurechnungsfähige Kolleginnen nahmen sich heute frei.
Urlaub für Mode. Begrenzte Stückzahlen des gut durch seine eigene Marketingfirma gehypten Gottkönig der Mode, Karl Lagerfeld, sollten nicht die anderen ergattern.
Diesmal ging die schwedische Modekette Hennes & Mauritz oder wie der Döblinger in mir sagt Ha end Ehm einen anderen Weg der Kleidungsvermarktung. Eigentlich ist H&M dafür bekannt die Schnitte berühmter Modemacher nachzuschneidern. Nun hält erstmals einer der ganz Großen Einzug bei H&M. Man(n) läßt nicht nachschneidern sondern sucht diesmal gleich den direkten Weg.
Irgendwie drängt sich mir da der Vergleich mit Hofer auf, dort wo auch nur einige wenige Stücke technischer Errungenschaften pro Filiale an den Mann gebracht werden, diese aber schon um 09.05 Uhr ausverkauft sind. Aber eigentlich nicht das was ich erzählen wollte.
Wo war ich?
Ah ja bei .... K. Lagerfeld wird Hennes & Mauritz laut Eigenangaben eine preisgünstige Kollektion designen. Für das Label "Karl Lagerfeld for H&M" soll Lagerfeld rund 30 Modelle entwerfen. Im November könnten diese bereits in die Geschäfte kommen.
Dies verlautbarte man schon Ende Oktober zumindest aus der Presseaussendung, was damals immerhin schon ein Seitenblickethema war, aber weiter im P-Text:
Die "Karl Lagerfeld for H&M"-Linie ist eine einmalige Kollektion. Laut der österreichischen Unternehmenssprecherin Hilda Grandits werden die Preise für die Stücke normale H&M-Preise haben, aber nicht die günstigsten.
Für H&M ist die Verpflichtung eines Haute-Couture-Designers eine Premiere. Bisher setzte das Unternehmen erfolgreich darauf, seine eigene Ware durch Werbekampagnen mit Models wie Cindy Crawford, Claudia Schiffer und Naomi Campbell und dem Filmschauspieler Johnny Depp bekannt zu machen.
Das machte die 1947 gegründete Firma in den vergangenen beiden Jahrzehnten zu einem der größten Modeanbieter der Welt mit 950 Geschäften rund um den Globus.
Lagerfeld arbeitet derzeit für insgesamt drei Marken. Am längsten hält er der italienischen Marke Fendi die Treue, für die er schon in den 60er Jahren mit dem Entwerfen von Pelzen anfing.
Seit 21 Jahren steht der Mann aus Hamburg auch für die französische Traditionsmarke Chanel. Daneben hat Lagerfeld auch stets ein eigenes Label, das bis in die 90er Jahre "Karl Lagerfeld" hieß und heute als "Lagerfeld Gallery" firmiert.
bla, bla, bla wer was wann wo und dann......
14,90 Euro kostet jetzt ein Höschen aus feinem Georgette-Krepp, das ab 12. November bei der Modekette H & M zu kaufen sein wird. Ein Preis, der für den schwedischen Konzern - zumindest was Unterwäsche anbelangt - im oberen Preissegment liegt. Für ein echtes Lagerfeld-Teil ist das Höschen aber ein Schnäppchen. Genauso wie die anderen Teile aus der 30 Modelle umfassenden Damen- und Herrenkollektion, die "Kaiser Karl" für H & M designt hat.
Die Kooperation von Karl Lagerfeld mit H & M, die seit ihrer Bekanntgabe so viel Staub aufwirbelte wie sonst eine ganze Modesaison nicht, ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die mit den Allzweckuniformen Jeans, T-Shirt und Sneakers begann und mit dem Boom der hippen und gleichzeitigen günstigen Ketten wie Zara, GAP, Mango oder eben H & M ihre Entsprechung am Verkaufssektor fand. High und Low sind sich im Modebereich so nahe gekommen wie nie zuvor. Auch wenn sich die Designlabels beinahe krampfhaft bemühen, unverwechselbar zu bleiben - zumindest was ihre Preisgestaltung anbelangt.
Lange meinte man, die Mode würde, was die Auflösung der Kategorien anbelangt, eine Art Sonderrolle spielen. Während U und E zu Kategorien wurden, die höchstens noch betagte Hofräte interessieren, während Rock und Pop Einzug ins Feuilleton hielten oder Alltagskulturen in die Universität, blieb die Trennung zwischen den höheren Designsphären und den massengefertigten Standardfetzen strikt erhalten. Das ist schon seit einiger Zeit nicht mehr so.
und P-Text Ende
Richtig, denn vor kurzem war ich samt bester Freundin im Volksgarten zur Vorführung der neuen Herbst- / Winterkollektion von Don Gil eingeladen.
Eine Woche später war eine Ladung eines bekannten Unterhosen-Labels im Club del Mar im MQ angesagt und da sollte noch jemand sagen wir Wienerchen sind nicht an Mode interessiert, wenn schon das gemeine Clubbing-Bussi-Bussi-Geher-Klientel mit Mode-Shows angeheizt wird.
Zugegeben die Don Gil Mädchen wurden auch bei jedem gratis Martini schöner und schöner - egal gehört hier nicht her und ist auch eine andere Geschichte.
Apropos Geschichte, da geht unsereins vom stressigen Modeevent noch in die benachbarte Babenbergerpassage und muss doch glatt zusehen wie sich die weibliche beste Freundin so ein nettes "Schneckchen" fängt was zuvor noch bis zur Short auf dem Laufsteg gestiefelt ist. Glück muss man eben haben oder eben Frau.
So hat jeder was davon, zumindest von der Mode.
"H & M ist in erster Linie ein Geschäft, in dem man die Grundnahrungsmittel in Sachen Kleidung bekommt, Brot-und-Butter-Mode also", hatte die Chefdesignerin des Konzerns Margareta van den Bosch die Grundphilosophie der Kette einmal auf den Punkt gebracht. Mit schlichten Tops, einfachen Blazern, mehrlagigen Kleidern und einigen wenigen herausstechenden Elementen wie einer mit Pailletten besetzten Damenjacke oder einem klassischen Wollmantel, für die man bei Chanel gut das 20-fache hinblättern müsste, bedient Lagerfeld ein Publikum, das für Extravaganz und Exklusivität weniger Interesse hat.
"Das grauenhafte Wort ,exklusiv' klingt nach Mottenkiste. Heute gibt es nur noch zwei Wörter: erschwinglich und unerschwinglich", sagt der Modemacher, und: "Modisch müssen beide richtig liegen."
Auf dem Wege einer, wenn man es positiv wenden will, Demokratisierung der Mode (Skeptiker sprechen von Uniformierung), ist mit Lagerfelds Vorstoß mit Sicherheit ein neues Kapitel eröffnet worden. Eines, von dem derzeit wohl alle Beteiligten nur profitieren können. Wirklich spannend wird es aber erst, wenn sich auch andere an Lagerfelds und H & Ms Fersen heften werden. Dann gerät nämlich wirklich ein System ins Wanken.
So rufen wir Dir zu: Lieber Gottvaterdermode bitte tu´s nicht, sonst wird es bald keine Laufstege mehr in Rom, Mailand oder Paris geben.
Apropos geben da kommt sie mit großen Schritten und einem 50 Jahre altem Buch daher - richtig die Buchwoche:
Wer noch schnell Infos zum Gratisbuch haben möchte kann dies auf dieser Seite tun:
http://www.einestadteinbuch.at/2004/index.html
Wer ein Simmel Fan ist, sollte sich auch den
21.11.2004 / 11.00 Uhr
vormerken, denn dann kommt Herr S. zu einer Mantinee ins Wiener Volkstheater und diskutiert mit Peter Huemer über seine Jahre in Wien.
Eintritt frei übrigens und nur wenn Ihr Sonntags nichts besseres vorhabt!
Dort kann man sich auch das 50 Jahre alte Buch noch zusätzlich signieren lassen (und es schön auf ebay unseren germanischen Nachbarn verkaufen, richtig Ihr wisst es schon, das wär auch schon wieder eine ganz andere Geschichte).
Feine Grüße aus Wien Döbling
Martin Unger
Eigentlich meinerseits als normal und zurechnungsfähige Kolleginnen nahmen sich heute frei.
Urlaub für Mode. Begrenzte Stückzahlen des gut durch seine eigene Marketingfirma gehypten Gottkönig der Mode, Karl Lagerfeld, sollten nicht die anderen ergattern.
Diesmal ging die schwedische Modekette Hennes & Mauritz oder wie der Döblinger in mir sagt Ha end Ehm einen anderen Weg der Kleidungsvermarktung. Eigentlich ist H&M dafür bekannt die Schnitte berühmter Modemacher nachzuschneidern. Nun hält erstmals einer der ganz Großen Einzug bei H&M. Man(n) läßt nicht nachschneidern sondern sucht diesmal gleich den direkten Weg.
Irgendwie drängt sich mir da der Vergleich mit Hofer auf, dort wo auch nur einige wenige Stücke technischer Errungenschaften pro Filiale an den Mann gebracht werden, diese aber schon um 09.05 Uhr ausverkauft sind. Aber eigentlich nicht das was ich erzählen wollte.
Wo war ich?
Ah ja bei .... K. Lagerfeld wird Hennes & Mauritz laut Eigenangaben eine preisgünstige Kollektion designen. Für das Label "Karl Lagerfeld for H&M" soll Lagerfeld rund 30 Modelle entwerfen. Im November könnten diese bereits in die Geschäfte kommen.
Dies verlautbarte man schon Ende Oktober zumindest aus der Presseaussendung, was damals immerhin schon ein Seitenblickethema war, aber weiter im P-Text:
Die "Karl Lagerfeld for H&M"-Linie ist eine einmalige Kollektion. Laut der österreichischen Unternehmenssprecherin Hilda Grandits werden die Preise für die Stücke normale H&M-Preise haben, aber nicht die günstigsten.
Für H&M ist die Verpflichtung eines Haute-Couture-Designers eine Premiere. Bisher setzte das Unternehmen erfolgreich darauf, seine eigene Ware durch Werbekampagnen mit Models wie Cindy Crawford, Claudia Schiffer und Naomi Campbell und dem Filmschauspieler Johnny Depp bekannt zu machen.
Das machte die 1947 gegründete Firma in den vergangenen beiden Jahrzehnten zu einem der größten Modeanbieter der Welt mit 950 Geschäften rund um den Globus.
Lagerfeld arbeitet derzeit für insgesamt drei Marken. Am längsten hält er der italienischen Marke Fendi die Treue, für die er schon in den 60er Jahren mit dem Entwerfen von Pelzen anfing.
Seit 21 Jahren steht der Mann aus Hamburg auch für die französische Traditionsmarke Chanel. Daneben hat Lagerfeld auch stets ein eigenes Label, das bis in die 90er Jahre "Karl Lagerfeld" hieß und heute als "Lagerfeld Gallery" firmiert.
bla, bla, bla wer was wann wo und dann......
14,90 Euro kostet jetzt ein Höschen aus feinem Georgette-Krepp, das ab 12. November bei der Modekette H & M zu kaufen sein wird. Ein Preis, der für den schwedischen Konzern - zumindest was Unterwäsche anbelangt - im oberen Preissegment liegt. Für ein echtes Lagerfeld-Teil ist das Höschen aber ein Schnäppchen. Genauso wie die anderen Teile aus der 30 Modelle umfassenden Damen- und Herrenkollektion, die "Kaiser Karl" für H & M designt hat.
Die Kooperation von Karl Lagerfeld mit H & M, die seit ihrer Bekanntgabe so viel Staub aufwirbelte wie sonst eine ganze Modesaison nicht, ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die mit den Allzweckuniformen Jeans, T-Shirt und Sneakers begann und mit dem Boom der hippen und gleichzeitigen günstigen Ketten wie Zara, GAP, Mango oder eben H & M ihre Entsprechung am Verkaufssektor fand. High und Low sind sich im Modebereich so nahe gekommen wie nie zuvor. Auch wenn sich die Designlabels beinahe krampfhaft bemühen, unverwechselbar zu bleiben - zumindest was ihre Preisgestaltung anbelangt.
Lange meinte man, die Mode würde, was die Auflösung der Kategorien anbelangt, eine Art Sonderrolle spielen. Während U und E zu Kategorien wurden, die höchstens noch betagte Hofräte interessieren, während Rock und Pop Einzug ins Feuilleton hielten oder Alltagskulturen in die Universität, blieb die Trennung zwischen den höheren Designsphären und den massengefertigten Standardfetzen strikt erhalten. Das ist schon seit einiger Zeit nicht mehr so.
und P-Text Ende
Richtig, denn vor kurzem war ich samt bester Freundin im Volksgarten zur Vorführung der neuen Herbst- / Winterkollektion von Don Gil eingeladen.
Eine Woche später war eine Ladung eines bekannten Unterhosen-Labels im Club del Mar im MQ angesagt und da sollte noch jemand sagen wir Wienerchen sind nicht an Mode interessiert, wenn schon das gemeine Clubbing-Bussi-Bussi-Geher-Klientel mit Mode-Shows angeheizt wird.
Zugegeben die Don Gil Mädchen wurden auch bei jedem gratis Martini schöner und schöner - egal gehört hier nicht her und ist auch eine andere Geschichte.
Apropos Geschichte, da geht unsereins vom stressigen Modeevent noch in die benachbarte Babenbergerpassage und muss doch glatt zusehen wie sich die weibliche beste Freundin so ein nettes "Schneckchen" fängt was zuvor noch bis zur Short auf dem Laufsteg gestiefelt ist. Glück muss man eben haben oder eben Frau.
So hat jeder was davon, zumindest von der Mode.
"H & M ist in erster Linie ein Geschäft, in dem man die Grundnahrungsmittel in Sachen Kleidung bekommt, Brot-und-Butter-Mode also", hatte die Chefdesignerin des Konzerns Margareta van den Bosch die Grundphilosophie der Kette einmal auf den Punkt gebracht. Mit schlichten Tops, einfachen Blazern, mehrlagigen Kleidern und einigen wenigen herausstechenden Elementen wie einer mit Pailletten besetzten Damenjacke oder einem klassischen Wollmantel, für die man bei Chanel gut das 20-fache hinblättern müsste, bedient Lagerfeld ein Publikum, das für Extravaganz und Exklusivität weniger Interesse hat.
"Das grauenhafte Wort ,exklusiv' klingt nach Mottenkiste. Heute gibt es nur noch zwei Wörter: erschwinglich und unerschwinglich", sagt der Modemacher, und: "Modisch müssen beide richtig liegen."
Auf dem Wege einer, wenn man es positiv wenden will, Demokratisierung der Mode (Skeptiker sprechen von Uniformierung), ist mit Lagerfelds Vorstoß mit Sicherheit ein neues Kapitel eröffnet worden. Eines, von dem derzeit wohl alle Beteiligten nur profitieren können. Wirklich spannend wird es aber erst, wenn sich auch andere an Lagerfelds und H & Ms Fersen heften werden. Dann gerät nämlich wirklich ein System ins Wanken.
So rufen wir Dir zu: Lieber Gottvaterdermode bitte tu´s nicht, sonst wird es bald keine Laufstege mehr in Rom, Mailand oder Paris geben.
Apropos geben da kommt sie mit großen Schritten und einem 50 Jahre altem Buch daher - richtig die Buchwoche:
Wer noch schnell Infos zum Gratisbuch haben möchte kann dies auf dieser Seite tun:
http://www.einestadteinbuch.at/2004/index.html
Wer ein Simmel Fan ist, sollte sich auch den
21.11.2004 / 11.00 Uhr
vormerken, denn dann kommt Herr S. zu einer Mantinee ins Wiener Volkstheater und diskutiert mit Peter Huemer über seine Jahre in Wien.
Eintritt frei übrigens und nur wenn Ihr Sonntags nichts besseres vorhabt!
Dort kann man sich auch das 50 Jahre alte Buch noch zusätzlich signieren lassen (und es schön auf ebay unseren germanischen Nachbarn verkaufen, richtig Ihr wisst es schon, das wär auch schon wieder eine ganz andere Geschichte).
Feine Grüße aus Wien Döbling
Martin Unger
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Paint it black - Ein Newsletter aus Purkersdorf (11/04)
community, 23:50h
"yes, no, maybe - i don't know! can you repeat the question?"
[they might be giants - "malcolm in the middle"]
Lieber vor dem Computer vereinte Gemeinschaft!
Karl war da. Genau der. Der, der damals die Claudia entdeckt hat. Die dann später den wahrscheinlich eigentlich schwulen Magier geheiratet hat, sich scheiden hat lassen, um dann glücklich mit einem anderen Mann zwei Kinder zu bekommen, und dann post-natal sofort wieder auf ihr Idealgewicht zurück zu fallen, ohne selbstverständlich irgendwelche strenge Diäten zu halten, Medikamente zu nehmen oder von Bullemie-Arten auch nur seitlich gestreift zu werden. Klar, Claudia. Sie hat wahrscheinlich nur die Diät von Karl angewendet, die es übrigens bereits in Buchform (Achtung, Werbung!) zu erstehen gibt, in einem Morawa in Ihrer Nähe!
Also Karl war da. Und wie es sich für einen netten Karl geziemt, hat er, damit wir sozusagen auch einen Karl haben, etwas dagelassen. Alle wollen doch wie Karl sein. Nein, nicht homo. Schick. Stylish (oder schreibt man das Neudeutsch "stylisch"?). Elegant. Schlank. Und Karl sah, dass das Volk ihn rief, berief. Und er begab sich zu des Volkes Vertretern, den Mundschenken der Bekleidungsindustrie, der Caritas unter den Handelsunternehmen. Karl gab Haundemm was das Volk bedurfte. Und das Volk dankte artig. Die Massen hörten und strömten. Galt den Ober-Döblingern und Hietzingern der Haundemm dem Proletariat allein gehörend, und wollte der Simmeringer und Favoritner bis dato auf keinen Fall mit Haute Couture am Wochenendmarkt gesehen werden, so konnte Mann-Frau-Volk sich demokratisch auf Karl bei Haundemm einigen. Und es wurde gestürmt was gestürmt werden konnte, auf dass gegen Mittag das Volk glücklich und der Shop leer war. Und Karl sah, dass es gut war.
Und so besitzt jetzt eine Mehrzahl von west-europäischen Bürgern ein schwarzes Irgendwas (denn schwarz waren sie alle), dessen Schnitt kolportiert vom Meister inspiriert jetzt vom Normalsterblichen transpiriert wird, so darf sich eine kleine Schar von ost-europäischen Bürgern mit dem Meister freuen, da sie, in ihren wahrscheinliche ebenso schwarzen Fabriken in Rumänien für die Herstellung der HHC (Haundemmhautecouture) sorgten. Mode, Diät und jetzt Entwicklungshilfe. Ich denke, da wurde vor kurzer Zeit eindeutig der falsche Karl selig gesprochen!
Aber da wir schon intensiv über die Hoch- und Höchstkultur plaudern, so möchte ich gleich die Gelegenheit benutzen, um eine mindestens ebenso karitative Aktion in der kommenden Woche publik zu machen, zu preisen und vielleicht auch ein wenig zu fördern. In der kommenden Woche findet bekannter Weise die alljährliche Buchwoche im Wiener Rathaus statt, bei der das Buch auf das Niveau und den Stellenwert der Radieschen, Paradeiser, Gurken und Birnen auf dem Brunnenmarkt in Ottakring gehoben wird. Auf zahlreichen Ständen werden jene Waren angeboten, die nicht durch qualitative Selektion ihren Weg in diese Verkaufsausstellung gefunden haben, sondern einzig und allein durch die Tatsache, dass die Produzenten, die Verlage, dem Hauptverband dafür Geld geben, dass die auf der Buchwoche vertretenen Buchhändler, die ebenfalls dafür dem Hauptverband Geld geben, gewisse Bücher verkaufen. Wer das System nicht kennt, wird den letzten Satz wahrscheinlich nocheinmal lesen müssen. Aber neben all diesem westlich-dekadenten Kapitalismus, neben den pekuniären Auseinandersetzungen, findet dieses Jahr zum dritten Mal eine Aktion statt, die weltweit schon Nachahmer gefunden hat: "Eine Stadt - ein Buch", in Freundeskreisen auch "Wien lernt lesen" genannt. Die Stadt schenkt jedem es rechtzeitig ergattern kann, ein Buch. Vor 2 Jahren Morton's Ewigkeitsgasse, letztes Jahr Kertesz' "Schritt für Schritt" und heuer ein fünfzig Jahre altes Buch von J.M. Simmel. Gracias, liebe Stadt. Auf der Buchwoche und in den Buchgeschäften werden sich wieder tausende Menschen auf der Suche nach dem "Gratisbuch" einfinden, viele betreten dadurch zum ersten Mal eine Buchhandlung, und sie werden das Buch ugelesen zwischen dem obligatorischen Österreich-Bildband und der Bibel ins Regal stellen. Die Anschaffung des Billy von Ikea hat sich also doch gelohnt. Und um gleich die Antwort der kommenden Mail-Anfragen vorweg zu nehmen: ja, ich nehme gerne Bestellungen an und lege Euch ein Gratis-Buch zur Seite!
Genug der frohen Botschaften, die Realität ist hart: in 6 Wochen ist Weihnachten! Da müssen wir noch durch ...
Einen schönen Abend,
Martin Abel
[they might be giants - "malcolm in the middle"]
Lieber vor dem Computer vereinte Gemeinschaft!
Karl war da. Genau der. Der, der damals die Claudia entdeckt hat. Die dann später den wahrscheinlich eigentlich schwulen Magier geheiratet hat, sich scheiden hat lassen, um dann glücklich mit einem anderen Mann zwei Kinder zu bekommen, und dann post-natal sofort wieder auf ihr Idealgewicht zurück zu fallen, ohne selbstverständlich irgendwelche strenge Diäten zu halten, Medikamente zu nehmen oder von Bullemie-Arten auch nur seitlich gestreift zu werden. Klar, Claudia. Sie hat wahrscheinlich nur die Diät von Karl angewendet, die es übrigens bereits in Buchform (Achtung, Werbung!) zu erstehen gibt, in einem Morawa in Ihrer Nähe!
Also Karl war da. Und wie es sich für einen netten Karl geziemt, hat er, damit wir sozusagen auch einen Karl haben, etwas dagelassen. Alle wollen doch wie Karl sein. Nein, nicht homo. Schick. Stylish (oder schreibt man das Neudeutsch "stylisch"?). Elegant. Schlank. Und Karl sah, dass das Volk ihn rief, berief. Und er begab sich zu des Volkes Vertretern, den Mundschenken der Bekleidungsindustrie, der Caritas unter den Handelsunternehmen. Karl gab Haundemm was das Volk bedurfte. Und das Volk dankte artig. Die Massen hörten und strömten. Galt den Ober-Döblingern und Hietzingern der Haundemm dem Proletariat allein gehörend, und wollte der Simmeringer und Favoritner bis dato auf keinen Fall mit Haute Couture am Wochenendmarkt gesehen werden, so konnte Mann-Frau-Volk sich demokratisch auf Karl bei Haundemm einigen. Und es wurde gestürmt was gestürmt werden konnte, auf dass gegen Mittag das Volk glücklich und der Shop leer war. Und Karl sah, dass es gut war.
Und so besitzt jetzt eine Mehrzahl von west-europäischen Bürgern ein schwarzes Irgendwas (denn schwarz waren sie alle), dessen Schnitt kolportiert vom Meister inspiriert jetzt vom Normalsterblichen transpiriert wird, so darf sich eine kleine Schar von ost-europäischen Bürgern mit dem Meister freuen, da sie, in ihren wahrscheinliche ebenso schwarzen Fabriken in Rumänien für die Herstellung der HHC (Haundemmhautecouture) sorgten. Mode, Diät und jetzt Entwicklungshilfe. Ich denke, da wurde vor kurzer Zeit eindeutig der falsche Karl selig gesprochen!
Aber da wir schon intensiv über die Hoch- und Höchstkultur plaudern, so möchte ich gleich die Gelegenheit benutzen, um eine mindestens ebenso karitative Aktion in der kommenden Woche publik zu machen, zu preisen und vielleicht auch ein wenig zu fördern. In der kommenden Woche findet bekannter Weise die alljährliche Buchwoche im Wiener Rathaus statt, bei der das Buch auf das Niveau und den Stellenwert der Radieschen, Paradeiser, Gurken und Birnen auf dem Brunnenmarkt in Ottakring gehoben wird. Auf zahlreichen Ständen werden jene Waren angeboten, die nicht durch qualitative Selektion ihren Weg in diese Verkaufsausstellung gefunden haben, sondern einzig und allein durch die Tatsache, dass die Produzenten, die Verlage, dem Hauptverband dafür Geld geben, dass die auf der Buchwoche vertretenen Buchhändler, die ebenfalls dafür dem Hauptverband Geld geben, gewisse Bücher verkaufen. Wer das System nicht kennt, wird den letzten Satz wahrscheinlich nocheinmal lesen müssen. Aber neben all diesem westlich-dekadenten Kapitalismus, neben den pekuniären Auseinandersetzungen, findet dieses Jahr zum dritten Mal eine Aktion statt, die weltweit schon Nachahmer gefunden hat: "Eine Stadt - ein Buch", in Freundeskreisen auch "Wien lernt lesen" genannt. Die Stadt schenkt jedem es rechtzeitig ergattern kann, ein Buch. Vor 2 Jahren Morton's Ewigkeitsgasse, letztes Jahr Kertesz' "Schritt für Schritt" und heuer ein fünfzig Jahre altes Buch von J.M. Simmel. Gracias, liebe Stadt. Auf der Buchwoche und in den Buchgeschäften werden sich wieder tausende Menschen auf der Suche nach dem "Gratisbuch" einfinden, viele betreten dadurch zum ersten Mal eine Buchhandlung, und sie werden das Buch ugelesen zwischen dem obligatorischen Österreich-Bildband und der Bibel ins Regal stellen. Die Anschaffung des Billy von Ikea hat sich also doch gelohnt. Und um gleich die Antwort der kommenden Mail-Anfragen vorweg zu nehmen: ja, ich nehme gerne Bestellungen an und lege Euch ein Gratis-Buch zur Seite!
Genug der frohen Botschaften, die Realität ist hart: in 6 Wochen ist Weihnachten! Da müssen wir noch durch ...
Einen schönen Abend,
Martin Abel
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Montag, 16. August 2004
Blumentopf und das Bier
community, 18:44h
Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, dann erinnere dich an den "Blumentopf und das Bier":
Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Als er den Blumentopf gefüllt hatte, fragte er die Studenten, ob sie denn glauben, daß der Topf nun ganz voll sei. Sie bejahten es.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte hin und her und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf denn nun ganz voll sei. Sie stimmten wieder zu.
Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand die kleinsten verbliebenen Freiräume aus. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig "Ja".
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten. "Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, "ich möchte, daß Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde. Die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden. Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "gibt es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle.
Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."
Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es gibt immer noch Platz für ein oder zwei Bierchen..."
Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Als er den Blumentopf gefüllt hatte, fragte er die Studenten, ob sie denn glauben, daß der Topf nun ganz voll sei. Sie bejahten es.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte hin und her und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf denn nun ganz voll sei. Sie stimmten wieder zu.
Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand die kleinsten verbliebenen Freiräume aus. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig "Ja".
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten. "Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, "ich möchte, daß Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde. Die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden. Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "gibt es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle.
Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."
Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es gibt immer noch Platz für ein oder zwei Bierchen..."
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